DEMOKRATIE BEWAHREN e.V.

   

Dank einiger sehr großer und anderer großer sowie etlichen anderen privaten Spenden haben wir im  Bundestagswahlkampf Anfang des Jahres die erste Phase unserer Kampagne „Aufklären statt Aufhetzen“ durchgeführt. Der anregende Zuspruch vieler Spender, die Gesamthöhe der Spenden und unsere politische Einschätzung haben uns veranlasst,  die Kampagne in einer zweiten Phase fortzuführen: Bis Ende Juli sind 2,6 Millionen Aufrufe der inzwischen 28 Kurzvideos erfolgt, allein bei TikTok wurden über 11.000  Interaktionen angeregt, mehrere Tausend Ansichten unserer insgesamt  der ausführlichen 16 Hintergrundtexte auf unserer Homepage und über 2.000 Follower auf Instagram und Tiktok generiert. Alle Spenden wurden sparsam, aber wirkungsvoll  eingesetzt, die gesamte inhaltliche Arbeit ehrenamtlich erbracht.

Die politische Notwendigkeit der argumentativen Auseinandersetzung mit extremistischen Positionen in den sozialen Medien hat nicht im Geringsten nachgelassen – im Gegenteil: Die WELT am Sonntag am 17.8.25 berichtet

  • Radikalisierung findet heute hauptsächlich im Internet und besonders durch die sozialen Medien statt.“ (Peter Neumann Kings College London)
  • Soziale Medien sind kein harmloser Zeitvertreib. 93 Prozent der Kinder ab 10 Jahren nutzen sie laut Bitcom-Jugendstudie im Schnitt 100 Minuten am Tag.
  •  Für fast ein Drittel der 14-29-Jährigen sind Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube die zentrale Nachrichtenquelle, heißt es in einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. 64 Prozent informieren sich dort täglich. Was sie dort zu sehen bekommen, entscheidet der Algorithmus. TikTok analysiert das Nutzerverhalten so schnell, dass innerhalb von 40 Minuten ein klares Interessenprofil entsteht, schreibt das Wall Street Journal. Und sobald ein Thema greift, liefert der Algorithmus Nachschub.

Der wichtigste politische Grund, weiterzumachen: 2026 stehen mehrere Landtagswahlen bevor, insbesondere in Ostdeutschland, wo die AfD stärkste Partei und die Linke weiter gestärkt werden kann. In Sachsen-Anhalt präsentiert sich der Spitzenkandidat der AFD schon jetzt als zukünftiger Ministerpräsident des Landes. Dort finden im Herbst 2026 Landtagswahlen statt. Die AFD liegt nach Umfragen mit 39% klar vor der CDU auf Platz 1. Wir wissen sehr wohl, dass wir allein gegen diese Flut wenig bewirken können, aber ganz still bleiben geht gar nicht. Angesichts der offensichtlichen Überforderung der demokratischen Parteien besonders in Bezug auf die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken, gilt es jetzt, öffentlich argumentativen Widerspruch einzulegen, dort, wo die Meinungen vieler Menschen gebildet werden – im Netz.

Aus all diesen Gründen haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet, der auf Dauer als unmittelbarer Träger des Projekts fungieren wird und sich dafür einsetzt, die Reichweite signifikant weiter zu erhöhen. Dazu haben wir eine Kreativ-Agentur gefunden, die unsere Themen in Kurzvideos noch wesentlich kürzer und attraktiver für Jugendliche gestaltet. Unser Konzept mit Hintergrundtexten wird beibehalten. Unsere Homepage ist gestern in neuer und erheblich informativerer Form neu gestartet. Im Herbst treiben wir mit zwei Wochenendseminaren den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit anderen Akteuren weiter voran.

Das alles kostet viel Geld und wesentlich mehr, als wir bisher an Spenden erhalten haben. Demokratie bewahren e.V. sucht daher dauerhafte Mitglieder, Fördermitglieder und private und körperschaftliche Einzelspender und Förderer. Unsere Satzung und Beitragsordnung sind auf der Homepage www.demokratiebewahren.org. Alle Daten werden sicher verwaltet. Auf der Homepage  können Interessenten online spenden und Mitglied werden.

Wir bleiben bemüht, die Verwaltungsarbeit so weit wie möglich zu digitalisieren.

 

Aktueller Bericht zum Halbjahr 2026

Erzielte Reichweite

Bis Mai 26 haben wir eine Reichweite von rund 7 Mio Aufrufen der inzwischen über 60 Kurzvideos erzielt, bei TikTok, Instagram und YouTube wurden insgesamt über 900.000 Interaktionen angeregt, mehrere Tausend Ansichten unserer ausführlichen 17 Hintergrundtexte auf unserer Homepage und rund 2.163 Follower auf Instagram und TikTok generiert.

Ziele 2026 und Finanzierung der 4. Phase

Mit einem zu investierenden Mediabudget von € 10.000 und zahlreichen weiteren Videos wollen wir bis Jahresende 2026 auf mindestens 10 Mio. Reichweite kommen. Die dafür notwendigen Mittel belaufen sich auf ca. € 175.000 – 60% davon haben wir uns in den ersten Monaten 2026 schon beschafft. Wir wenden uns daher wieder an unser Netzwerk, aber darüber hinaus an Stiftungen für Demokratieförderung und förderwillige Einzelpersonen und Unternehmen. Wir benötigen die Mittel insbesondere, um zu den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September 2026 im Netz Einfluss auf die politische Willensbildung nehmen.

Wir werden in nächster Zeit besonderes Gewicht darauflegen, mit bekannten Influencern und Kreatoren sowie anderen Akteursgruppen in den social Media wiederkehrende Kooperationen einzugehen und sowohl Videos von uns zu teilen, als auch deren Videos für unsere Zwecke einzusetzen. Damit wollen wir unsere Wirkung erheblich erhöhen und verdeutlichen, dass wir keine Stand-Alone-Kampagne betreiben, sondern mit vielen anderen gemeinsam zum Ziel Demokratie Bewahren im Netz unterwegs sind. Ob wir mit einer weiteren, noch zu kreierenden Kampagne mit noch kürzeren und für Jugendliche attraktiveren Kurzvideos unsere bestehende Kampagne ergänzen, ist demnächst zu entscheiden. Denn fast drei Viertel der bisherigen Nutzer bei YouTube setzt sich aus der Altersgruppe der 25-34 und der über 55-Jährigen zusammen. Insbesondere bei TikTok sind die Nutzer jünger.

Weil eine öffentliche Förderung angefangener Projekte rechtlich nicht möglich ist, bleiben wir bei unserer Auffassung, dass es unsere eigene Aufgabe als Teil der Bürgergesellschaft ist, uns ohne öffentliche Mittel zu finanzieren. Beide aktuellen wissenschaftlichen Studien der Bertelsmann Stiftung (Stiftung Mercator und anderer Förderer) zu den politischen Videos in den sozialen Medien belegen ausdrücklich und eindeutig die Notwendigkeit, sich in kurzen Formaten verstärkt der politischen Auseinandersetzung in den sozialen Medien zuzuwenden. Deren Empfehlung lautet: Die Formate müssen pfiffiger sein, als was die demokratischen Parteien zu bieten haben. Genau das tun wir – und ausschließlich ehrenamtlich!

Alle weiteren Informationen, Videos und Hintergrundtexte auf   www.demokratiebewahren.org

 

è        Spenden möglich an:    IBAN: DE24 2405 0110 0066 2293 29   (Sparkasse Lüneburg)

 

Natürlich wird die gesamte Organisation ehrenamtlich geleitet und verwaltet.

Kontakt: